SICHERHEIT großschreiben – Projekte vernetzen!

Das Institut für Medienforschung in Siegen lud am 29. März 2017, verschiedene BMBF-geförderte Projekte aus dem Bereich der Sicherheitsforschung, zu einem gemeinsamen Workshop ein. Ziel des Workshops sollte es sein, einen Austausch und die Vernetzung der Projekte KOKOS / PRAKOS / RESIBES / ENSURE und AHA untereinander voranzutreiben.

 

Die große Vorstellungsrunde:

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V. l. n. r.: Sascha Skudelny, Jan Graw, Henrik Detjen, Linda Madsen, Jens Hälterlein.

 

Fortschritt durch Technik

Bei dem Workshop wurden die Schwerpunkte, Ziele und unterschiedlichen Methoden der fünf Großprojekte vorgestellt. Den Auftakt machte das Gastgeber-Projekt KOKOS (Unterstützung der Kooperation mit freiwilligen Helfern in komplexen Einsatzlagen), dass die Einbindung und Strukturierung der zivilen Gesellschaft in Großschadenslagen jeglicher Art verfolgt. Die Vorstellung übernahmen der Institutsleiter und Kommunikationswissenschaftler Gebhard Rusch und sein Kollege, Diplom-Medienwirt Sascha Skudelny.

Die Umsetzung der Maßnahmen des Projekts soll mittels Public Displays und der Sicherheitsarena (SiRena), einer soziotechnischen Plattform unterstützt werden, welche von den Kollegen aus der technischen Abteilung (CSCW) Thomas Ludwig und Yvonne Drymala vorgestellt wurden.

 

Ersthelfer ausbilden und Kontaktnetzwerke schaffen

Der Aufbau eines Helfernetzwerks aus aktiven und passiven Helfern, die im Krisenfall schnell kontaktiert und koordiniert werden können, steht bei dem Projekt RESIBES (Resilienz durch Helfernetzwerke zur Bewältigung von Krisen und Katastrophen) besonders im Fokus. Erste Ergebnisse und Erkenntnisse wurden hier von den beiden Freiburger Kollegen vom Lehrstuhl für Soziologie, Jens Hälterlein und Linda Madsen präsentiert.

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V. l. n. r. : Jan Graw, Henrik Detjen, Linda Madsen, Jens Hälterlein, Yvonne Drymala.

Ebenso, ging es bei dem Projekt ENSURE (Verbesserte Krisenbewältigung im urbanen Raum durch situationsbezogene Helferkonzepte und Warnsysteme) um eine verbesserte Einbindung von zivilen Helfern, allerdings speziell im Bereich der Feuerwehr. Hierfür wurde konkret eine App und ein dazugehöriges Steuerungssystem zur Registrierung, Alarmierung und Koordinierung von Einsatzkräften und zivilen Helfern entwickelt und in mehreren Großübungen getestet. Das Projekt ist das einzige, das bereits abgeschlossen ist. Einsicht über den Verlauf und die Ergebnisse gab die ehemalige Projektmitarbeiterin und Soziologie-Masterstudentin von der Freien Universität Berlin, Agnetha Schuchardt.

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V. v. n. h.: Pavel Neumann, Gebhard Rusch, Thomas Ludwig, Yvonne Drymala.

 

Sicherheit lernbar und erfahrbar machen

Das Projekt PRAKOS (Praktiken und Kommunikation zur aktiven Schadensbewältigung) untersucht und entwickelt Handlungs- und Kommunikationsstrategien zur Stärkung der Kooperation von zivilen Helfern und BOS. Über das Projekt und die Entwicklung von Schulungskonzepten, Flyern und Infomaterialien, die für diesen Zweck entwickelt werden, berichtete Jan Graw, studierter Betriebswirtschaftler und Doktorand am Lehrstuhl für Technologiemanagement der Universität Kiel.

Zuletzt präsentierte Henrik Detjen, der an der Universität Duisburg-Essen Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften studiert hat und mittlerweile wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem Projekt AHA ist, über die Fortschritte des Vorhabens. Ziel ist es, eine App zu entwickeln, um mögliche zivile Helfer bei Einsätzen aus der Leitstelle der Rettungskräfte heraus direkt koordinieren und alarmieren zu können. Die größte Verbesserung soll hier eine schnellere Ersthilfeleistung, sowie die Entlastung der BOS sein.

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V. v. n. h.: Sascha Skudelny, Jan Graw, Henrik Detjen, Linda Madsen, Jens Hälterlein.

 

Austausch vorantreiben und Resilienzen stärken – auch intern!

Den Austausch zwischen verschiedenen Parteien zu fördern und dadurch Resilienzen stärken – dass sind nicht nur Ziele der jeweiligen Projekte, die Wissenschaftler setzten sich diese Ziele auch für die zukünftige Zusammenarbeit. So wurden nach einem konstruktiven und produktiven Austausch auch konkrete Ideen für zukünftige Kooperationen und für die Unterstützung untereinander entwickelt. Mögliche Anknüpfpunkte wurden hervorgehoben. Zudem wurde eine gemeinsame Publikation zu dem Thema „ungebundene Helfer und ihre Potenziale“ angestoßen.

 

Fotos: Hegner/Skudelny

Text: Kölmel

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